Ich habe Angst vor schönen Menschen

Immer, wenn ich einen Menschen treffe, der schön, sypathisch und auf anhieb vertrauenerweckend ist, bekomme ich eine Gänsehaut. Aber das ist nicht diese “oh mein Gott, er ist so toll, ihr müsst ihn alle kennenlernen!” Gänsehaut, sonder die “er ist mir irgendwie unheimlich” Gänsehaut.

Doch warum? Ist es nicht asozial? Ist es nicht auch eine Form von Vorverurteilung, wenn man jemanden anhand seines positiven(!) Äußeren als unheimlich betrachtet?
Ich habe versucht, es zu erklären. Dabei sind so unbeholfene und umständliche Sachen zustande gekommen, wie: “Ein Mensch, der einfach so ohne Anstrengung totaaal toll und sympathisch ist, ist verwöhnt. Ein Mensch, der für sein soziales Ansehen nicht hart arbeiten muss, wird egoistisch. Ein Mensch, der umsonst Liebe bekommt, lernt nie Liebe zu geben. Bla, bla, bla, bla, bla, bla…”

Der Schlüssel zum Verständnis dieses Themas liegt aber wie immer in der Bildung. Und zwar in meiner. Wenn du eine Ahnung hast, die du nicht verstehst, fange nicht an eigene Theorien dazu zu spinnen! Du wirst sie hinterher lächerlich finden. Im schlimmsten Fall hast du sie irgendwo gepostet und musst mit ihnen dein Leben lang leben.
Nein! Lies stattdessen lieber ein Fachbuch zu dem Thema. Oder einen Aufsatz. Einen Artikel. Frag deine Freunde, was sie davon halten. Dann bleiben dir Augenblicke der Scham erspart, wie der, den ich gerade hatte, als ich diesen Artikel gelesen habe:

Wie man einen Soziopathen erkennt

Alle Soziopathen sind sympathische, vertrauenserweckende Menschen. Deswegen habe ich angst vor sympathischen, vertrauenserweckenden Menschen. :D :D:D:D


P.s. zum Schluss wird der Artikel etwas… naja, esotherisch. Aber das blenden wir mal aus.:D:D

FMX 2012

Seit 1994 erfreut uns die Filmakademie Baden-Württemberg mit der internationalen Konferenz für Animation, Effekte, Games und digitale Medien, ebenso bekannt als die FMX. In Stuttgart, im Haus der Wirtschaft tobt vier Tage lang wildes und unübersichtliches Treiben. Hier gibt es prall gefüllte Säle, in denen Studenten und Anfänger aus aller Welt den unglaublichen Erfolgsgeschichten der Sprecher zulauschen. Aber die Erfolgsgeschichten werden nicht nur erzählt, sondern auch gezeigt: Meister der Spezialeffekte geben Einsichten in die Machweise ihrer aktuellen Produktionen. In diesem Jahr waren es unter anderem – „Game of Thrones“, „Men in Black II“ und „Hugo“.

Firmen, die Werkzeughersteller der VFX-Industrie sind, stellen ihre Produkte vor. Die Entwicklung der Werkzeuge ist rasant. Jedes Jahr sieht das vorher erreichte schon wieder alt aus. Auf dem Trade Floor bieten die Hersteller ihre Ware zum Bestaunen und auch zum Kauf an. Trotz der Ausstellungsrabatte gehen die Preise oft in hunderte von Tausenden von Euros.
Dieses Mal wurde unter anderem ein mobiles Green Screen Studio mit integrierter Einbindung in eine 3D-Umgebung ausgestellt. Durch Kameratracking kann die Kamera frei bewegt werden. Das Zoomen und Schärfeziehen wird zwischen dem Realbild und der virtuellen Umgebung synchronisiert. Die Position der Person wird ermittelt, so dass 3D-Objekte, die im Vordergrund sind, auch tatsächlich vor der Realperson erscheinen.
Wacom hat die Besucher mit seinen neuen Cintiq-Geräten auf Basis der Intuos5-Technologie erfreut. Für den vollkommenen Jahrmarktcharakter sorgten das Gratis-Eis auf dem Trade Floor und die tägliche Verlosung von diversem nützlichem Computerzubehör.

Jahr für Jahr kommen auch Vertreter der verschiedenen Medienschulen zur FMX um für ihre Einrichtungen zu werben. In diesem Jahr haben ihre Stände neben und über dem Trade Floor Platz gefunden. Auch die HBK Saar war dabei. Mit einem etwas mühselig zu erreichendem Platz auf der provisorisch gebauten Empore über dem Trade Floor, war der Stand leider nicht besonders gut besucht. Nur hartnäckige Handelsvertreter und verzweifelte Lehrstellenbewerber haben standhaft ihre Runden zwischen den Hochschulständen auf der Empore gedreht.

Das jahrmarktartige Treiben und die Massen der nerdigen (kreativen) Menschen in verrückten Outfits sind aber hoffentlich nicht das einzige, was die FMX ausmacht. Hinter verschlossenen, aber durchsichtigen Türen sieht man auch immer wieder runde Tische, an denen gepflegt gekleidete Damen und Herren über etwas beratschlagen. Hin und wieder sind auch ein Paar bekannte Gesichter aus den Vorträgen unter ihnen zu sehen. Vielleicht entscheiden sie die Zukunft der VFX. Oder vielleicht wollen sie einfach nur anders sein – auf diesem sonst so bunten Event.

Salafisten, Satanisten, Stalinisten?


Mein Textverarbeitungsprogramm kennt den Begriff ‘Salafisten nicht. Und versucht mich mit Tipps wie Satanisten, Stalinisten und Zapatisten (wtf?) auf die richtige Linie zu bringen.

Klaaar! Ist eh alles das selbe!, – will es mir wahrscheinlich sagen.

Äääh… ich glaube, es guckt zu viel in die Glotze…

ungültige Stimmen

Von wahl zur Wahl frage ich mich, wo so viele ungültige Stimmen bei den Wahlen in Deutschland herkommen?
1,5%, wie jetzt in NRW, sind unglaubliche 130.000 Stikmen. 130.000 Menschen, die zur Wahl gegangen sind und dann Ihren Wahlzettel unsachgemäß ausgefüllt haben.
Ich glaube nicht daran, dass so viele Menschen im gebildeten Deutschland keine Wahlzettel ausfüllen können. Sondern es heißt für mich, dass 130.000 Wähler in NRW so unzufrieden mit allen Parteien sind, dass sie ihre Stimmzettel absichtlich unbrauchbar gemacht haben; wahrscheinlich mit dem Vermerk “gegen alle”, oder mit anderen Botschaften an die Politik.
‘Tschuldigung, aber heißt das nicht, dass es gewaltig brodelt in der Bundesrepublik? Oder gibt es eine andere Erklärung?


„Bar Central“
Eine feucht-fröhliche Komödie über des Wirts Pech und des Säufers Glück.
Sie basiert auf wahren Ereignissen; denn diese Geschichte hat sich fast beinahe so ähnlich wirklich zugetragen – in einem Pariser Wirtshaus, vor etwa hundert Jahren.
Seitdem beflügelt sie Generationen von Hobby-Dichtern und Profi-Säufern.

Es spielen mit:
Der Dicke – Benedikt
Der Doofe – Jeroen
Die vollbusige blonde Kellnerin – Lucie
Der mysteriöse Gast – Nanuuk

Drehbuch – Heegyu Heo
Kamera – Fedor Belenky
Regie – Nina Zarkh
HBK Saar, WS 2011/12, Seminar „Filmgeschichte I – Komödie“, betreuende Dozenten: Prof. Sung-Hyung Cho, Jan Tretschok

Die Partei der “Mauser und Diebe”

In der russischsprachigen Internetgemeinschaft hat sich ein neuer Mem etabliert: “Die Partei der Mauser und Diebe” als Dysphemismus zum Namen der Partei “Einiges Russland” (die Partei des Präsidenten).

Der Oberdieb ist demnach Mr. President himself. Und der Dreck auf seiner Weste geht in die frühen Neunziger zurück:

petersburg.aktuell.RU – Petersburger Putin-Anklägerin Marina Salier gestorben.